du
albatros
als ich auf albatros schwingen nach hause flog
riss mir der nordwind den kopf von den schultern
er blieb im warmen süden
so segel ich nun kopflos
lasse die flügel gewohnheitsmäßig weiterschlagen
mein kopf aber
muss zu fuß gehen
jeden
schritt
auf hartem boden
zurück
ins jetzt
spüren
katrin eilts
hallo
hast du als du mich angelacht
auch nur einmal daran gedacht
dass ich nun nicht mehr schlafen kann?
wenn du durch meine träume geisterst
und mir des tags das hirn verkleisterst?
hörst du wenn spritziges hallo
von deinen lippen kommt nur so
dass ich nun nicht mehr sprechen kann?
weil stundenlang die frage bohrt
ob hallo wirklich nur ein wort?
spürst du wenn schmerzlich meine hand
sich an der deinen hat verbrannt
dass ich nun nicht mehr greifen kann?
nach unerwartetem kontakt
von dir spontan zum gruß gepackt?
nun gehst du einfach deiner wege
und ich steh’ hier und überlege
ob wirklich nicht ein einzig’ sehnen
ich deinen augen konnt’ entnehmen
da seh’ ich dich zehn schritte weiter
zu einem and’ren freundlich heiter
das wohlbekannte hallo sagen
katrin eilts
einfach blau
erdiger körperduft
hob füße vom boden
während
himmelblau
den blick lockte
und
wohlige klänge
die seele tanzen ließen
im wirbelnden walzer
vorbei
alltag dort unten
fängt mich
auf
als
ich
dich
los
lasse
taumelnd aufstehen
weitergehen
himmelblau
ist
einfach blau
katrin eilts
weiß erklingen
auf sachten füßen
durch räume streifen
menschen begrüßen
augen schweifen
bis achtsames lauern
jäh stockt
wohlig erschauern
verlockt
nähe zu spüren
magisches strömen
beim berühren
in lebensfarbtönen
worte verfliegen
stilles schwingen
dem zauber erliegen
weiß erklingen
katrin eilts
gedankenfaden
als du mich
kurz und bündig
zum abschied
umarmtest
blieb
ein gedankenfaden
von mir
an dir
hängen
nun
ribbelst du
stück für stück
mein gewand
aus verstand
auf
bis ich
schutzlos
dastehe
katrin eilts
stromschlag
katrin eilts
heute nacht
habe ich dich
im traum
geküsst
hellblau zart
kräftig orange
dann
bin ich aufgewacht
nun klinge ich
hellblauorange
durch den tag
katrin eilts
n ach zeit treffen
katrin eilts
heimatlos
das wir und hier
gingen fort
da sind nun
das ihr und dort
vielleicht auch
das du?
katrin eilts
potztausend
katrin eilts
heimat geruch
dein heimat geruch
voll blau grüner hügel
trägt mich
sanft und stark
auf adler flügel
in wohlige ewigkeit
katrin eilts
frühlingsgrasgrün
katrin eilts
zu
eine sekunde zu lang
hältst du mich im arm
und ich möchte
deine nähe bewohnen
einen kuss zu viel
drückst du mir auf die wange
und ich möchte
deine lippen schmecken
eine hand zu verwirrend
hält die meine fest
und ich möchte
mit dir
durchs leben gehen
katrin eilts
mfg ohne re
katrin eilts
ein moment wir
komm setz dich zu mir
schenk mir deinen augen blick
und ich halte die uhr an
damit die stille der nacht
uns verbirgt vor dem alltag
komm leg deine hand auf meine
zünde atemloses feuerwerk
und ich lösche das licht
damit das glühen unserer herzen
unsere kühlen köpfe erhitzt
komm küss mich nur einmal
mit warmem mund voll unsinniger worte
und ich lasse mein leben los
damit du und ich für einen moment
wir sein können
katrin eilts
bedauerlicherweise
bedauerlicherweise
erlaubt die etikette
im engen kreise
nur zwei
höflich nette
umarmungen
zu beginn und ende
der begebenheit
geschüttelt hände
voll freund
lichkeit
trennt man sich
körperlich
bedauerlicherweise
du von mir
ohne gezier
mit manier
katrin eilts
klick
zu stiller stunde traumrunde
drehen in lichten lüften frühlingsdüften
uns neu erfinden verschwinden
aus dem hier ohne wir
in berstendes sehnen ausdehnen
meiner körperfesten testen
von lockenden bildern verwildern
eintauchen in deinen blick
klick
aus der traum seifenschaum
regenbogenblasen verglasen
fallen zerbrechend stechend
auf felsigen grund alltagsstund
katrin eilts
morgen früh
katrin eilts
nett
ach ja war nett
dich zu sehen
mit essenstablett
in die kantine gehen
ich mit cafe latte
becher schon leer
du mit verblüfftem gestatte
setztest dich her
worte ohne belang
kleckerten frisch
gekühlter klang
auf sterilen tisch
tschüss mit handschlag
fest gefasst
noch schönen tag
zusammengefasst
war nett dich zu sehen
vom herzrasen abgesehen
katrin eilts
sieb
katrin eilts
laufen lernen
loslassen
gleichgewicht suchend
schritt für schritt
füße spüren
stürzen und sehen
wie weit ich gekommen bin
den blick nach vorne
gerichtet aufstehen
weiter
bis ich ankomme
dort
wo du stehst
dann
laufen wir
neben einander
vielleicht
gebe ich dir meine hand
laufen lernen
loslassen
angstvoll schritt vor schritt setzen
gleichgewicht suchend
füße spüren
stürzen und sehen
wie weit ich gekommen bin
den blick nach vorne
gerichtet aufstehen
weiter
bis ich ankomme
dort
wo du stehst
dann
laufen wir
eine letzte runde
neben einander
vielleicht
gebe ich dir meine hand
laufen lernen
loslassen
katrin eilts
du - ich
katrin eilts
verband
was uns
verband
einst
wurde
zu einem
verband
der unsere wunden
verdeckt
katrin eilts
zwischen
du dort ich hier
kein wir
als grund
zwischen
dir und mir
abgrund kalt
hallt leer
brücken brechen
kein weg mehr
katrin eilts